Im Kontext der digitalen Transformation verliert der Lern- und Arbeitsort Betrieb an Bedeutung und mobiles Arbeiten nimmt zu. Auszubildende können daraus viele Vorteile ziehen, zum Beispiel kürzere Fahrtwege und bessere Vereinbarkeit von Sorgeverpflichtungen und Arbeit. Es können sich jedoch auch Herausforderungen ergeben, wie eine stark subjektivierte Verantwortung für Lern- und Arbeitsprozesse. Bislang fehlt es an Forschung dazu, wie Auszubildende mobiles Arbeiten erleben, wie sie mit möglichen Belastungen im mobilen Arbeiten umgehen und was sie daran besonders schätzen. Auch Betriebe stehen vor der Herausforderung, mobiles Arbeiten in ihre Abläufe zu integrieren und weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung umzusetzen.
Auf der Basis von Sektoranalysen und Betriebsfallstudien werden Erkenntnisse über berufs(feld)spezifische Merkmale mobiler Ausbildung in drei unterschiedlich strukturierten Branchen untersucht. Flankierend dazu werden die betrieblichen Interessenvertretungen in die Untersuchung einbezogen, um die mobile Ausbildung auch als ein neues Handlungsfeld der Mitbestimmung einzuordnen. Im Zentrum stehen dabei unter anderem folgende Fragen:
Verändert sich die Art der Aufgaben, die Auszubildende mobil bearbeiten?
Wie wirkt mobiles Arbeiten auf die Kommunikation und Mitbestimmung?
Wie können Auszubildende im mobilen Arbeiten gut angeleitet werden?
